Archiv der Kategorie: Bücher und ebooks

Im Zeichen des Wolfs oder die rheumatische Erkrankung Systemischer Lupus erythematodes

Kennen alle Betroffenen nicht die Suche nach einer Diagnose,
die Zeit der Schübe und der Verzweiflung,
das Finden von Verbündeten und die Suche nach einem gangbaren Weg,
die Zeit der Ruhe und des Besinnens zwischen den Schüben?
In meinem Video – gespielt vom echten Lupus – erkläre ich die Krankheit.

Informationen zum Erkrankung und anderen Kollagenosen u.a.:
http://kollagenosen.blogspot.com

Spannende Begegnung – 2. Teil

Grüne Augen in der Finsternis

Als ich sie entdeckte, wünschte ich mir abrupt die Finsternis zurück: Unbewegt stachen zwei irisierend grüne Punkte aus der Nacht; wie von einem kalten Feuer entzündet, klar und unbeweglich. Es war zu dunkel, um die Entfernung abschätzen zu können. Der Größe nach zu urteilen mochten es fünf Meter sein, oder zehn? Aber auf welcher Höhe? Im Baum? Darunter? Der Leopard lauert lautlos in den Ästen… Wartete er auf mich? Meine Angst ließ mich einfrieren. Hypnotisiert starrte ich in seine grünen Augen.
Allmählich meldete sich mein Verstand zu Wort; begann einen inneren Austausch mit meiner übermächtigen Angst; sagte mir, dass der Leopard mich schon längst hätte töten können, während ich geschlafen hatte. Die Angst sagte mir auch, dass die Raubkatze nur bewegte Ziele angriff; dass die Gefahr wüchse, sobald ich aufstände. Während sich mein Blick unverwandt in die grünen Augen des Leoparden bohrte, hörte ich sein Knurren. Hatte ich mich bewegt? Die Reaktion des Raubtiers ließ mich erstarren. Sein Knurren klang wie das eines großen Hundes, der seinen Unmut kundtut. Nur lauter, guttural, etwas heiser, voll unterdrückter Wut. Ich umklammerte meine zitternden Knie fester. Nichts geschah. Die Sekunden dehnten sich zu Minuten, schwollen zu Stunden. Beruhigend spürte ich den festen Stamm des Baums hinter mir. Mein Kreislauf, meine Atmung fanden wieder ihren normalen Rhythmus. Die panische Angst wich langsam dem Gefühl des Ärgers über den Zustand der Belagerung. Ich empfand ihn zunehmend als ärgerlich, als etwas, das ich abschütteln wollte.

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Meister der Tarnung
Das Licht am Übergang von der Schwärze der Nacht zur Glut des Morgens schimmerte fahlgrau und kündete vom nahen Sonnenaufgang, dem rasch die Hitze des Tages folgen würde. Gefiltert durch das dichte Blätterdach drang es zu mir auf den Boden. Langsam traten die Konturen aus dem schwarzen Urwald hervor; zunächst die des dichten Laubdachs der Bäume, ihre gewaltigen Kronen, geschmückt mit rankenden Schmarotzern; dann die senkrechten, Vertrauen erweckenden Stämme der Baumriesen. Dann sah ich ihn. Den Kopf auf den Ast gelegt, auf dem auch sein dunkler Körper ruhte, fixierte er mich – sein potenzielles Opfer – nahezu bewegungslos. Lediglich sein langer Schwanz, den ich ganz zuletzt – wie in einem Suchspiel – zwischen den Lianen und Blättern ausmachte, bewegte sich gelegentlich. Elegant, sehr kontrolliert, ein Zeichen der eigenen Anspannung, seines von mir nicht kalkulierbaren Temperaments. Ausdruck eines spielerischen Umgangs mit seiner Kraft. Der ich nichts entgegenzusetzen hatte. Nichts als den Willen zu überleben.

 

Spannende Begegnung – 1. Teil

Angst vor dem Unbekannten

Da war etwas. Ich spürte es deutlich. Es war nah. Sehr nah. Etwas, das mich beobachtete. Meine schlagartig bis aufs Äußerste gereizten Sinne rieten mir, mich nicht zu bewegen. Mein Atem ging flach, mein Herz raste, aus jeder Pore brach mir der Schweiß. An einen Baum gelehnt kauerte ich am Boden. Die Erschöpfung hatte mich einschlafen lassen. Irgendwo. In meinem Rücken fühlte ich die raue Rinde des Baums, roch die modrige Ausdünstüng der feuchten Erde. Es war unwirklich still, kein Laut war zu hören. Die Vögel des Urwalds schliefen noch. Aber selbst zu dieser Stunde hätte wenigstens hin und wieder einmal das heisere Brüllen eines Affen oder das Quaken der Frösche in den nahen Sümpfen das drückende Schweigen durchbrechen müssen. Doch kein einziges Geräusch nahm dieses Gefühl völligen Ausgeliefertseins von mir. Ich fühlte mich verlassen, mitten im Dschungel Westafrikas, mitten in der Nacht, in dieser völligen Finsternis, in der ich keinen Baum und keinen Strauch erkennen konnte. Verlassen von allem. Und doch lastete dieses unbestimmte Gefühl auf mir, dass da etwas ganz in meiner Nähe war.

 

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Lautlos in den Ästen lauernd

„Der Leopard lauert lautlos in den Ästen. Schon dein Blick kann ihn reizen. Dann setzt er zum Sprung an.“ Deutlich erinnerte ich mich an die Warnung meiner Lehrmeisterin Odame.
Ich hatte den Herrscher des Urwalds bis zu diesem Moment noch nicht zu Gesicht bekommen; ja, ich hatte sogar angenommen, die Worte der weisen Frau sollten mir nicht Angst machen, sondern Respekt vor dem Urwald, seinen Bewohnern, der Natur und den Geistern und Göttern in mir wecken. Nachdem ich eine Zeit lang verharrt, atemlos, schwitzend wie unter einer großen Anstrengung, und vergeblich versucht hatte aus meiner unbequemen Position heraus die Situation einzuschätzen, wagte ich es schließlich vorsichtig den Kopf zu bewegen. Gerade so viel, dass ich eine etwas erweiterte Rundumsicht gewann. Die mich umgebende Dunkelheit wich gleichwohl keinen Millimeter. Nur auf meinen Gehörsinn schien noch Verlass: Die Stille, in der jedes Rascheln der Blätter und Zweige einen Angreifer verraten hätte, blieb unverändert. Während mein Herz das Blut wie verrückt durch die Adern pumpte, sich gleichzeitig ein leichtes Frösteln im Körper ausbreitete, entschloss ich mich, meine hilflose Lage vorsichtig zu verändern. Wie in Zeitlupe zog ich die Beine an, den Rücken gegen den Baum gepresst. Ich wartete. Auf ein Zeichen aus der Dunkelheit, etwas, das meine instinktive Angst bestätigen würde. Meine Augen suchten den mich umgebenden Wald nach einer winzigen Helligkeit ab.

Mein afrikanischer Traum

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1972 – während der olympischen Spiele in München – begegnete mir ein Mann aus Nigeria, der mein Herz zum Rasen brachte. War es das von ihm zubereitete scharfe oder süße Essen, die afrikanische Musik, oder gar meine Verkleidung als Afrikanerin, die mich verzaubert hatte? Oder lag es an seiner sanfter Erotik, seinem einfühlsamen Umschmeicheln meiner Seele und meines Körpers? So genau konnte ich das damals nicht unterscheiden. Ich war 19. Für mich war es Liebe!

Inzwischen bin ich in einem Alter, in dem ich die Dinge gründlicher betrachten kann. Und weiß, dass es alles zusammen war: die afrikanische Magie der Liebe. In den Jahren, die seither vergangen sind, habe ich gelernt, wie sie funktioniert, diese Erotik einer fremden Welt.

Als der Nigerianer John sein Heimatdorf verließ, hatten seine Eltern die berechtigte Sorge, dass ihr Sohn nicht wieder in die Heimat zurückkehren würde. Also füllten sie eine Schachtel voll mit der roten Lateriterde, die dem afrikanischen Kontinent seine charakteristische, wundervoll sinnliche Farbe gibt, in die der Schöpfer von Himmel und Erde – den alten Mythen zufolge – diesen Erdteil tauchte.

„Trag diese Erde immer mit dir“, wurde dem in die Ferne aufbrechenden John gesagt, „sie wird dich daran erinnern, in welchem Boden deine Wurzeln ruhen.“
Für einen traditionellen Afrikaner haben solche Worte Bedeutung, denn er weiß, dass er ohne seine Vorfahren – seinen Wurzeln – ein Nichts ist.

John, der mich als seine Frau gewinnen wollte, nahm von dieser Erde und mengte etwas davon unter meine Duschseife. Die Haut ist unser größtes Körperorgan. Und bevor ich jemals auch nur einen Fuß auf afrikanischen Boden gesetzt hatte, berührte diese Erde meinen ganzen Körper, drang in meine Poren ein. John hatte mich erotisierte und natürlich einen genau kalkulierten Zweck: Der Mann wollte mich.

Genau betrachtet standen die Chancen für John mich zu erobern denkbar schlecht: Er war ein mittelloser Student in einem fremden Land. Ein Außenseiter. Aus diesem Nachteil machte er einen Vorteil, indem er ihn betonte. Er entführte mich in sein Reich. Geschickt hatte er das angestellt. Er schenkte mir immer wieder die speziell für mich angefertigte Seife und nahm mich damit in seiner Welt auf. Er zeigte mir – fern von Afrika -, dass der heiße Kontinent für mich das wirklich Richtige war.

John brachte alle meine Sinne zum Klingen, mit Speisen, Düften, Berührungen und Musik. Schließlich duschte ich mehrmals täglich mit der flüssigen Seife. Bewusst war mir keineswegs, dass ich mit der Seife meine kleinbürgerliche Alltagswelt von mir abwusch.

Mein Schlüssel zur Fremde
Einen weiteren Trick von John verstand ich auch erst viel später: Er legte mir ein kleines Lederamulett um den Hals! Es kam vielleicht nicht so sehr darauf an, ob die Kräuter darin tatsächlich eine körperliche Wirkung hatten – im Sinne einer Einwirkung auf die Haut -, sondern es war wieder nur ein Symbol: Ich kehrte täglich in meine deutsche Welt und zu meinen Eltern zurück mit einem unvergleichlichen Andenken an Johns Welt. Ich trug sein Zeichen bei mir!

Nicht wahr? Das funktionierte doch schon immer mit dem Wohnungsschlüssel, den ein Liebhaber uns überlässt oder den wir dem Liebsten anvertrauen. Der Schlüssel sagt: Ich vertraue dir, du bist Teil meiner Welt. Um wie viel wirkungsvoller ist da erst ein Amulett, das nicht so austauschbar aussieht wie ein beliebiger Schlüssel! Das Amulett sagt: Das ist von mir für dich ganz persönlich. Das schafft auf eine ganz andere Art Bindung. Eine Bindung über das Herz, nicht über das Hirn wie ein kalter Schlüssel.

Mit diesem liebenswerten Trick war es John gelungen, den Augenblick zu verlängern. Wenn ich es recht überlege – bis heute.

Geöffnet habe ich das kleine Amulett übrigens nie. Ein Zauber, den der oder die Verzauberte akribisch analysiert, verliert seine Kraft, weil er keiner Logik standhält. Liebe gehorcht ihrem eigenen Gesetz, der wunderbaren Unvernunft. Es wird ja wohl niemand behaupten wollen, dass Erotik etwas mit Vernunft zu tun hat. Wenn das kritische Nachdenken erstmal ins Spiel kommt, ist es aus mit dem rauschhaften Erleben. In Afrika und anderswo.

Ich lernte über die letzten Jahrzehnte die Magie Afrikas kennen. John hat mir dazu den Schlüssel in die Hand gegeben. Pardon, er hat ihn mir als Amulett um den Hals gelegt… In diesem Sinn wirken die Kräuter aus Johns Amulett fort, auch wenn unsere Liebe (aus ganz anderen Gründen) Vergangenheit ist.

FAZIT
Johns Worte und Taten, ließen in mir – vor fast vierzig Jahren – das Interesse und die Liebe zu fremden Kulturen und Ländern aufflammen. Diese Liebe wird mich lebenslang begleiten.

Sie lebt fort in meinen Kindern, nicht nur in den beiden Ältesten, die aus der Ehe mit John entstammen. Nein, auch meine beiden Jüngsten habe ich angesteckt mit meiner Leidenschaft fürs Reisen.

Mehr über mich – Cara Lena Hilliges

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Geboren wurde ich 1994 in Niederbayern. Meine Eltern zogen kurz nach meiner Geburt nach Berlin, wo ich aufgewachsen bin. Da meine Eltern Autoren sind, waren wir viel auf Reisen. Ein großer Wendepunkt in meinem Leben war meine erste Indienreise mit 16 Jahren, bei der ich anfing  “Über den Tod hinaus” zu schreiben. Seitdem war mir klar, dass ich nichts mehr wollte, als die Welt zu entdecken und damit auch mich selbst.
Ich war froh als die Schulzeit endlich zu Ende war und ich frei sein konnte. Ich bereiste für vier Monate allein Indien und arbeitete dort als Freiwillige. Wieder in Deutschland, begann ich mit meinem Studium in München,  wo auch meine beiden Schwestern leben.
In den ersten Semesterferien bereiste ich Kenia und machte dort ein Praktikum.

Schreiben bedeutet mir sehr viel, was wohl auch an meiner Familie liegen mag.
Momentan lebe ich glücklich im schönen München, das so anders ist als das wilde und bunte Berlin, das ich auch liebe.

https://carahilliges.wordpress.com/eine-seite/

Mehr über mich – Peter Hilliges

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Ich wurde 1957 geboren und arbeite als Journalist, Autor und Ghostwriter.

Zu meinen Veröffentlichungen zählen „Kind Nr. 95“ mit Lucia Engombe, „Kalungas Kind“ mit Stefanie Lahya Aukongo, „Prinzen küsst man nicht“ mit Annette Bokpe und „Ich wollte nur frei sein“ mit Hülya Kalkan.

Ich bin verheiratet mit Ilona Maria Hilliges, habe zwei Töchter und lebe in Berlin.

Hier mehr zu meinen Büchern:

http://www.amazon.de/Peter-Hilliges/e/B0045B4ZYW/ref=sr_ntt_srch_lnk_1?qid=1418384199&sr=8-1

 

Mehr über mich – Ilona Maria Hilliges

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Ich wurde 1953 in Baden-Württemberg geboren und wuchs in Norddeutschland und Bayern auf. In München studierte ich Betriebswirtschaft. Als Diplom-Betriebswirtin lebte und arbeitete ich zuerst in Kanada und Großbritannien und von 1980 bis 1984 in Nigeria.

Über meine Erfahrungen in Afrika schrieb ich den autobiografischen Bestseller „Die weiße Hexe“, der im Mai 2000 als Originalausgabe bei Ullstein erschien und jetzt als eBook erhältlich ist. Der Folgeband „Das verborgene Herz Afrikas“, erstmals 2001 veröffentlicht, schildert jene Zeit, in der ich in einen geheimen Frauenbund im Regenwald Westafrikas eingeweiht wurde.

Weitere Romane und Sachbücher („Afrikanische Liebesmagie“, „Die dunkle Macht“, „Auf den Schwingen des Marabus“, „Mit den Augen der Leopardin“, „Rat und Hilfe bei Lupus“), sowie Hörbücher („Mit den Augen einer Afrikanerin“ und „Mit den Augen der Leopardin“) wurden von mir geschrieben und gesprochen.

Als Rowohlt-Taschenbuch und eBook erhältlich sind meine beiden historischen Romane „Sterne über Afrika“ und „Ein Kind Afrikas“, sowie 2013 der Roman „Die kleine Göttin“, der an meine Erlebnisse in Nigeria anknüpft.

Folgende weitere Titel von mir sind als ebooks erschienen: „Die dunkle Macht“, „Eine Liebe in Kenia“, „Kuckuckskind“, afrikanische Fabeln „Die schlaue Spinne, die den Löwen besiegte“, sowie erst im Dezember 2014 der Roman „Eine unvergessene Liebe“…
Ich bin mit Peter Hilliges verheiratet, habe vier erwachsene Kinder und lebe in Berlin. Ich arbeite ehrenamtlich für einige Vereine und Selbsthilfegruppen und reise jedes Jahr für einige Wochen nach Afrika oder Asien, um vor Ort für meine zukünftigen Bücher zu recherchieren und Projekte voranzutreiben.

Mehr zu mir und meinen Büchern:

http://www.ilona-maria-hilliges.de

http://www.amazon.de/Ilona-Maria-Hilliges/e/B00457OB04/ref=sr_ntt_srch_lnk_7?qid=1418121238&sr=8-7